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Immer wieder tauchen im Umfeld der Themen Klassifikation und Dokumentation Informationen und Fehlinformationen auf oder aber die FdS® entwickeln sich weiter, was hier kurz kommentiert wird:
10.07.2011
Am 29./30.09 2011 findet in Vallendar in der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) die fünfte Anwender-Tagung zum aktuellen Stand der Fallgruppen der Sozialarbeit statt. Es werden die aktuellen Ergebnisse zum Berechnungsalgorithmus über Fallprofile und die neuste Implementation in Krankenhausinformationssysteme vorgestellt.
22.12.2008
Die vierte FdS®-Anwendertagung fand am 11./12.12.08 in den St.Hedwig-Kliniken in Berlin statt. Prof. Brühl stellte die neusten Ergebnisse zu den Auswertungsalgorithmen der FdS® vor und FdS®-Anwender tauschten sich über ihre Erfahrungen aus.
23.05.2008
Die FdS® können jetzt in allen drei Dimensionen mit Einzelgewichten für einzelne Fallgruppen-Kriterien operieren, was die Varianzaufklärung des Systems auch bei wachsender Nutzer-Zahl und Nutzer-Vielfalt konstant hält.
26.09.2007
Die FdS® verfügen jetzt über einen automatischen Zuordnungsalgoritmus, der, auf der Basis der bislang gesammelten über 32 000 Fälle, jedem neuen Fall eine Fallgruppe zuweist.
Dieser löst bereits seit Anfang 2007 die Zuordnung der Hauptgruppen durch Mitarbeiter ab. Damit wurde die Klassifikation jetzt vollkommen automatisiert.
Die Nutzer haben weiterhin die Möglichkeit, die von ihnen gewünschte Hauptgruppe anzugeben. Differenzen zwischen angegebener und durch den Algoritmus zugewiesener Hauptgruppe lagen in den ersten drei Kliniken unter 3%.
01.06.2006
Die DVSG bietet ein Konzept an, dem sie einen ähnlichen Namen gegeben hat, wie den “Fallgruppen der Sozialarbeit” (FdS®).
Bei dem DVSG - Konzept handelt es sich nicht um ein empirisch valides Fallgruppensystem, sondern um ein einfaches normatives Leistungskomplexsystem.
Den grundlegenden Unterschied zwischen empirisch validen Fallgruppen und normativen Leistungskomplexsystemen erläutert Dr. Albert Brühl in einem offenen Brief an alle Teilnehmer der Sitzung von Leitungen der Sozialdienste in Universitätskliniken am 28.04.06 in Ulm
Offener Brief
04.07.05
Aktuell ist sehr viel Verwirrung entstanden durch die Aufnahme zusätzlicher Ziffern für Einzelleistungen wie “Entlassungsvorbereitung” in den OPS.
Diese Einzelleistungen werden normativ mit Zeitwerten versehen. Sie sind optional und führen nicht zu vergütungsrelevanten Folgen.
Im wesentlichen ist die Aufnahme dieser Einzelleistungen ein Verdienst verschiedener medizinischer Fachgesellschaften. Hier geht es perspektivisch um eine Aufwertung medizinischer Diagnosen durch zusätzliche Leistungen.
Erklärung und Begründung Sozialer Arbeit ist auf diesem Weg nicht möglich. Dies ist der Weg Sozialer Arbeit in den Heil- und Hilfsberuf der Medizin.
Einzelleistungs- oder auch Leistungskomplexbezogene Darstellungen werden in der Sozialen Arbeit niemals zur Erklärung und Begründung beitragen, weil die Soziale Arbeit einen Fallbezug hat und keinen Einzelleistungsbezug.
Die aktuell im OPS normativ zugeordneten Zeitwerte sind für die überwiegende Mehrheit der Fallbearbeitungen im Bereich der Akut-Behandlung sehr hoch. Sollten hiermit irgendwann Erlöse für die Klinik verbunden werden, dann wird sich das wiederholen, was bereits bei der Pflegepersonalverordnung passiert ist: Die Kosten werden wegen des normativen Ansatzes unprüfbar steigen und die Ziffern werden wieder ausgesetzt. Wahrscheinlich ist aber, dass sie nie wirklich “scharf” gestellt werden.
Deshalb: Die FdS® als empirisches Fallgruppensystem bleiben hiervon unberührt.
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